Eine 2-Tages-Tour, offizielle Strecke Nr. 65 – Gottardo Bike. Ausgehen von Andermatt über den Gotthardpass nach Airolo. Ab da hochauf zum Ritomsee und via dem Passo Sol nach Biasca.
Entgegen der „offiziellen Beschreibung“ entschied ich mich gegen eine Übernachtung in Airolo. Das schien mir doch etwas kurz und 1. übernachte ich lieber auf dem Berg 2. nicht in Airolo.
Die Fahrt auf die Passhöhe am Gotthard erfolg teilweise auf der Passstrasse. Zwischendurch ist ein spassiger Trail nebenher, den Schlussabschnitt fährt man am besten auf der alten Passstrasse. Auf der Passhöhe biegt der weg links ab und es geht weiter aufwärts auf gut befahrbaren Strassen. Auf dem höchsten Punkt wird man mit einem atemberaubendem Panorama belohnt, anschliessend beginnt die Abfahrt bis nach Airolo. Schon bald geht es auf Schotterwegen steil abwärts, die Bremsen werde arg beansprucht. Jedoch war bis auf ein oder zwei kurzen Abschnitten baustellenbedingt alles fahrbar.
Nicht ganz unten in Airolo gehts links weg zum Aufstieg zum Ritomsee. Diese ist brutal steil, und zieht sich scheinbar endlos in die Länge. Mein Ziel war eine Alphütte für die Übernachtung etwas oberhalt des Ritomsees. Irgendwann erreichte auch ich im Dilirium den (leeren) Ritomsee. Ein Gefühl, als wenn man ins gelobte Land eintritt. Doch die wahrlich kurze letzte Steigung bis zur Hütte erforderte einige Pausen, der Aufstieg kostete die letzte Kraft.
Am nächsten Tag gings früh los auf den Passo Sol. Eine schöne Strecke über Schotterwege und Wiesen, zwischendurch einige Schiebepassagen. Der Pass ist eingermassen schnell erreicht, hier lohnt sich eine kurze Pause mit schönem Ausblick. Denn anschliessend gehts abwärts. Und diese ist nicht ohne, für (hoffentlich) viele hat es Schiebe-/Tragepassagen. Für eine Pussy jedefalls zweifelsohne als „unfahrbar“ betrachtet, jedoch furhen abwärts einge an mir vorbei… also irgendwo doch möglich, zumindest für geübte Trailrider. Anyway, die Anfahrt ist fordernt und lange, kostet ebenfalls einiges an Kraft. Ich fühlte mich nicht sonderlich fit nach dem Vortag und kürzte die Strecke ab einem Punkt ab und nahm die Passstrasse des Lukmaniers sowie die „Velostrecke 31“ nach Biasca, welche ich als nicht anspruchsvoll und streng einstufte. Die MTB-Passage mit einem weiteren 700m Aufstieg ersparte ich mir dadurch (währe wohl heute noch am schieben). Zum Glück, denn einige wenige Minuten nach diesem Entschluss, nicht abzubiegen, goss es gut eine Viertelstund in Strömen.
Der Schlussspurt nach Biasca zieht sich in die Länge, war jedoch schön zum Ausfahren. Ab Biasca kommt man stündlich via Göschnen wieder nach Andermatt mit dem Zug.
Eine schöne und lohnende Biketour für zwei Tage! Auch wenn der zweite Aufstieg an Tag 1 zum Ritomsee der Killer ist, würde ich es wieder so machen. Ev. aber abklären, ob sich ab Piotta mit der Drahtseilbahn das Bike transportieren lässt (wäre meine erste Variante 🙂 ).